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Eine deutsche Universität sucht eine Professorin für Medizininformatik zum Aufbau einer Forschungsgruppe, die sich mit der Digitalisierung klinischer Daten beschäftigt. Kandidatinnen sollten über umfassende Kenntnisse in Informatik und Erfahrung im Datenmanagement verfügen. Die Stelle bietet die Möglichkeit, an nationalen Initiativen zur Datenspeicherung zu arbeiten.
Die Universitätsmedizin Greifswald baut ihr Know-how auf dem Gebiet des medizinischen Datenmanagements weiter aus. Hierzu berief sie Dagmar Waltemath zur ersten Professorin für Medizininformatik in Greifswald. Seit Dezember 2018 forscht sie in der Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health zu Fragen der Digitalisierung, Standardisierung und langfristigen Bereitstellung von klinischen Daten für die Forschung.
Die Professur Medizininformatik wurde im Rahmen der Medizininformatik-Initiative der Bundesregierung geschaffen. Die im Aufbau befindliche Forschungsgruppe beschäftigt sich mit der Digitalisierung, Speicherung und Langzeitverfügbarkeit von klinischen Daten. Im Fokus steht die Frage, wie diese Daten effizient, sicher und nachhaltig für ein nationales Datenintegrationszentrum zugänglich gemacht werden können. Das neue Zentrum wird aktuell innerhalb des MIRACUM-Konsortiums des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aufgebaut. MIRACUM vereint zehn Universitätsklinika, zwei Hochschulen und einen Industriepartner aus sieben Bundesländern.
Prof. Dr. Dagmar Waltemath hat Informatik mit Schwerpunkt Datenbanken und Informationssysteme an den Universitäten Rostock und Linköping (Schweden) studiert. Die gebürtige Warenerin arbeitete anschließend als Marie-Curie-Stipendiatin am European Bioinformatics Institute (Cambridge, England) und promovierte an der Universität Rostock zur Standardisierung von biochemischen Simulationsstudien. Nach einem Aufenthalt an der Norwegian University of Life Sciences leitete sie von 2011 bis 2017 eine Forschungsgruppe am Lehrstuhl Systembiologie und Bioinformatik an der Universität Rostock. Ihre Arbeitsgruppe entwickelte Konzepte und Software für das effiziente Speichern von computergestützten Simulationsstudien, z. B. zur Modellierung von Tumor- und Entzündungsprozessen im Körper. Die entwickelten Standards und Softwaremodule werden weltweit zum wissenschaftlichen Datenaustausch verwendet.
Weitere Informationen zur Forschungsrichtung und zum Aufbau der Arbeitsgruppe finden sich im Kontext der Professur und des MIRACUM-Konsorts.
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